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Geocaching und Jagd
Oft kommt es zu Konflikten zwischen Jägern und Geocacher. Teils Begründet, Teils unbegründet.
Mal hat der Cacher Recht, mal der Jäger. Im Großen und Ganzen ist alles nur einnehmen und geben und sich an gewisse Spielregeln halten.

Leider gibt es auf beiden Seiten schwarze Schafe und somit ist Stress nicht immer umgehbar.
Ein ewiges Streitthema sind z.B. Nachtcaches.
Es gibt Jäger die meinen es dem Cacher verbieten zu wollen nachts in den Wald zu gehen. Dies ist aber falsch. Es gibt klare Regelungen, die es erlauben
auch Nachts Wälder zu betreten, Ausnahmen gibt es natürlich und zwar Privatforsten, da dort der Wald, wie der Name sagt, in Privatbesitz ist. Das Betreten
des Waldes regelt das FOG ( Feld / Forst Ordnungs- Gesetz ), welches ein Bundesgesetz ist. Verfeinert wird dieses in den jeweiligen Waldgesetzen der
Bundesländer.

Was den Jäger nun aber am Nachtcachen wirklich stört sind, dass er keine Ruhe bei der jagdlichen Ausübung hat. Eigentlich sollte jeder Cacher wissen,
dass man bei Vollmond und die Tage davor/danach nicht cachen gehen sollte. Aber auch andere Punkte kommen dazu. Ein Hase, Fuchs, Reh, Wildschwein steckt
das Aufschrecken relativ gut weg. Jedoch in Gebieten, wo z.B. Hirsche leben oder Tiere ausgewildert werden, sollte besondere Rücksicht genommen werden und
vielleicht sogar auf Nachtcaches verzichtet werden. Ein Hirsch nimmt nächtliche Störungen sehr über und verkriecht sich eher im Dickicht. Dort richtet er
dann ordentliche Schäden an, da er seinen Hunger stillen möchte und die Bäume schält. Nun muss man noch wissen, ein Hirsch frisst so viel wie eine Kuh am
Tag, also eine ganz schöne Menge. Auch Tiere die wieder ausgewildert werden, wie z.B. der Luchs, können dadurch massiv beeinträchtigt werden.

Auch bei der Kleidung machen wir Geocacher oft einen Fehler. Unsere Cachebekleidung soll ja robust sein und einiges ab können. Also greifen wir häufig
auf Militär- oder Outdoorbekleidung zurück. Leider sind diese meist dunkel und besitzen kein reflektierendes Material. Und jeder kennt dies aus dem
Straßenverkehr, wie gut man dort Nachts dunkel bekleidete Menschen erkennt. Ebenso ergeht es dem Jäger, wenn er Nachtcacher sieht. Er muss unterscheiden
ist dies ein Wildschwein oder ein Mensch. Daher sollte beim Nachtcachen auch immer eine Lampe an sein und die Kleidung darf ruhig etwas auf fallen.

Damit wäre Nachtcachen erstmal abgeschlossen, kommen wir nun zum Thema Naturschutz.
Auch hier gibt es einige Cacher, die sich nicht immer an die Wege halten und querwaldein legen. Jeder von euch hat es schon gesehen, wie eine Stelle aus
sieht, nachdem dort hundert Cacher waren. Genau, alles ist platt getrampelt. Dies stört auch den Jäger/Förster. Oft wissen viele gar nicht, was sie für
einen Schaden an richten. Teilweise wachsen dort kleine, unauffällige Pflanzen, die niemand so einfach sieht, weil sie halt so klein sind, oder von Laub
bedeckt. Doch grade diese können für den Wald wichtig sein, oder stehen sogar unter Naturschutz oder gar auf der roten Liste. Um mal ein Beispiel aus
unserer Region zu nennen: Im Tadensen (Meerdorfer Wald) wachsen z.B. Orchideen und diese sind geschützt. Da möchte natürlich niemand, dass diese zertreten
werden.

Es gibt auch einige Aussagen von Jägern/Förstern dazu. Wenn man was 2-3 Meter neben dem Weg versteckt, haben die Meisten von denen nichts dagegen. Außer
es sind ausgewiesene Schutzgebiete. Bei so etwas ist aber der normale Menschenverstand gefragt.

Auch ein Streitthema ist das befestigen von Gegenständen an Bäumen. Nägel und Schrauben gehören nicht verwendet. Denn diese  können erheblichen Schaden
an richten. Nicht nur das Holz wird im Preis gemindert, was das geringste Problem ist, ein Nagel kann einen Baum töten, wenn er aus dem falschen Material
besteht. Aber auch im Sägewerk kann ein Nagel/eine Schraube das Sägeblatt massiv beschädigen.
Jetzt sagt ihr, Nistkästen werden doch auch an den Baum genagelt. Stimmt, jedoch werden dazu spezielle Nägel verwendet.
Was keinen schaden an richtet sind Reißzwecken oder Feuernadeln. Diese stecken nur in der Rinde und diese wird vor dem Sägen entfernt.
Außerdem könnte es schon eine Sachbeschädigung dar stellen, wenn ich so etwas bei Nutzholz mache.
Bleibt also nur das anbinden. Hierzu eignen sich super Kabel und Kabelbinder. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Ein Baum wächst und so muss immer Luft
vorhanden sein, damit ein Kabel/Kabelbinder nicht ins Holz einwächst. Also entweder gleich genügend Luft lassen, oder regelmäßig warten.
 
 
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